4. Kapitel
Die Sittlichkeitsvergehen und Sittlichkeitsverbrechen
Die Sittlichkeitsvergehen und Sittlichkeitsverbrechen.
Seefeldt wurden eine Vielzahl von Sittlichkeitsvergehen und Sittlichkeitsverbrechen zur Last gelegt. Dieser Teil behandelt einen Fall von Beleidigung, der gleichzeitig aufzeigt, wie Seefeldt zur Gewalttätigkeit neigt, wenn es um die Durchsetzung der Ausübung von unzüchtigen Handlungen geht. Außerdem werden noch zwei Fälle widernatürlicher Unzucht und drei Sittlichkeitsverbrechen behandelt. Allerdings sind noch weitere Fälle von Sittlichkeitsvergehen und Sittlichkeitsverbrechen bekannt, bei denen aber aufgrund des § 154 StPO das Verfahren eingestellt wurde.
1. Der Fall – Werner Hesse in Schwerin.
Im Jahr 1931 war der 19 Jahre alte Arbeiter Werner Hesse arbeitslos. Er wohnte aber noch bei seinen Eltern in Schwerin. Als er am 26.April 1931 abends nach Hause kam, fand er die sonst immer offene Haustür verschlossen. Er wartete eine Weile, ging dann aber zu der in der Nähe befindlichen Wartehalle der Straßenbahn beim Schweizhaus und setzte sich auf eine der Bänke. Es dauerte auch gar nicht lange bis er auf der Bank eingeschlafen war und als er nach einiger Zeit wieder aufwachte, saß ein älterer Mann neben ihm.
Der versuchte unentwegt ihn in ein Gespräch zu verwickeln. Wie immer nannte auch diesmal Seefeldt nicht seinen Namen, sondern begann sofort mit seiner üblichen umfangreichen Ausfragerei. Dabei interessierte ihn brennend, ob er aus Schwerin komme und wie alt er sei? Warum er denn hier auf der Bank schlafe, statt nach Hause zu gehen?
Schließlich forderte er Hesse auf, mit ihm zum „Faulen See“ zu gehen. Doch Werner Hesse lehnte ab. Seefeldt seinerseits ließ nicht locker und bedrängte seinen Gesprächspartner so lange, bis dieser schließlich einwilligte. Statt aber zum „Faulen See“ zu gehen, gingen beide in Richtung Marstall-Halbinseln, um sich dort auf eine Bank zu setzen. Jetzt begann Seefeldt umgehend damit, seine Köder auszulegen. Er erzählte Hesse, daß er Uhrmacher sei und sehr viel Geld verdiene. Gerade suche er einen tüchtigen Gehilfen, der ihn bei den Uhrenreparaturen unterstützen könnte.
Nun wurde Seefeldt direkt. Er fragte Hesse gar nicht erst höflich, sondern forderte ihn direkt auf, mit ihm, als sein Gehilfe, von Ort zu Ort zu ziehen. Schließlich könne er ja viel Geld verdienen.
Hesse zögerte eine ganze Weile bis er, ganz zur Freude Seefeldts, einwilligte.
Über dieses Vorhaben, als Uhrmachergehilfe durchs Land zu ziehen (schließlich war er ja gerade arbeitslos), setzte er seine Eltern in Kenntnis und traf sich dann am nächsten Tag mit Seefeldt auf dem Schweriner Bahnhof.
Das war der Startpunkt ihrer gemeinsamen Wanderungen.
Seefeldt richtete es nun so ein, daß sie größtenteils im Freien übernachteten. Das gelang ihm häufig erst nach langem Zureden. In Seefeldts Rucksack befanden sich immer mehrere Lagen alte Zeitungen, die als Schlafunterlage dienten. Während er sich mit seinem Mantel zudeckte, hatte Hesse nur Zeitungen als Unterlage, aber nichts zum Zudecken.
Nachdem beide eines Morgens bereits einige Stunden gewandert waren, erreichten sie einen Tannenwald. Seefeldt beschloß, hier eine Rast einzulegen. Da die Sonne schön schien, setzten sich beide nieder, wobei Hesse sich sein Jackett und sein Hemd auszog, um sich etwas zu sonnen. Seefeldt entledigte sich nur seiner Jacke und setzte sich zu Hesse. Dabei rückte er immer näher an ihn heran, strich ihm schließlich mit seiner Hand zärtlich über die Brust ließ seine Hand anschließend abwärts zum Geschlechtsteil des Hesse gleiten, um daran zu schütteln. Doch der stieß ihn erbost zurück. Seefeldt, mittlerweile in Vorfreude, schon sexuell erregt, näherte sich erneut, um den nächsten Versuch zu starten, wobei er Hesse erklärte: „daß ist doch nicht so schlimm, daß tun doch sehr viele, sich gegenseitig das Geschlechtsteil zu reiben.“
Das war Werner Hesse aber dann doch zu viel. Er hatte keineswegs die Absicht, sich den Wünschen des „Alten“ willfährig zu zeigen, deshalb stand er auf. In diesem Moment kam Seefeldt auf ihn zu und legte schnell den Arm um seinen Kopf. Beim Versuch, Hesse in dieser Umarmung nach unten zu drücken, stieß er auf dessen heftige Gegenwehr. Aber Seefeldt hielt ihn mit Gewalt fest, bis er bemerkte, daß die Abwehr von Werner Hesse bereits mehr als ernst war.
Daraufhin ließ er Hesse los und äußerte, daß er es eben anders anfangen wolle.
Inzwischen hatte sich Seefeldts sexuelles Verlangen so weit gesteigert, daß er unbedingt zu einem Höhepunkt kommen wollte. Egal wie auch immer. Deshalb versuchte er nun verzweifelt Hesse die Hose mit Gewalt herunterzuziehen, um an dessen Geschlechtsteil zu gelangen.
Für Hesse war das der Gipfel der Frechheit. Er knallte Seefeldt seine Faust so hart ins Gesicht, daß dieser ein ganzes Stück zurücktorkelte und schließlich zu Boden fiel. Außerdem droht Hesse mit einer Anzeige und der sofortigen Trennung.
Diesen Faustschlag nahm Seefeldt ruhig hin. Während er noch die Blutung aus der Nase zu stillen versuchte, redete er auf Hesse ein und verstand es schließlich, durch seine Überredungskunst, diesen zum gemeinsamen Weiterwandern zu animieren. Trotz dieser eindeutigen Warnung hat Seefeldt im Laufe der Wanderungen weiterhin des Öfteren versucht Werner Hesse ans Geschlechtsteil zu fassen und ihn gleichzeitig aufgefordert, selbiges bei ihm zu tun.
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2. Der Fall - Günther Strehse in Berlin.
Der am 26.10. 1918 in Berlin geborene Günther Strehse wohnte im Juni 1933 bei seinen Eltern in Berlin-Neukölln, als es am 5.Juli 1933, der Arbeitsbursche war zu diesem Zeitpunkt 14 Jahre alt, zwischen ihm und seiner Mutter zu einer sehr heftigen Auseinandersetzung kam. Streitpunkt war die berechtigte Anschuldigung der Mutter, daß Günther das Bett eingenässt haben soll.
Da er befürchtete dafür vom Vater eine ordentliche Tracht Prügel zu bekommen, verließ er an diesem Tag vorsorglich die elterliche Wohnung mit dem Ziel, nach Neustrelitz zu wandern. Dort hatte er in den Jahren 1926 bis 1930 im Karl-Borwin-Gedächtnisheim gelebt. Er lief deshalb zum Stettiner Bahnhof, kaufte sich eine Fahrkarte nach Neuendorf und wanderte dann von dort aus weiter in Richtung Oranienburg. Als er in Oranienburg an der Bahnunterführung ankam, lief er zufällig Adolf Seefeldt über den Weg. Der überlegte gar nicht lange sondern sprach den Jungen sofort an. Er bot ihm an, für ihn einen Koffer wegzubringen, der sich nicht allzu weit entfernt befände. Dabei könne er sich etwas verdienen.
Günther Strehse willigte ein und beide liefen in Richtung Stadtrand. Als sie an den letzten Häusern angekommen waren, zeigte Seefeldt auf einen Wald, in dem der Koffer angeblich stehen sollte. Nach circa einem Kilometer erreichten sie eine kleine Kiefernschonung. Hier angekommen forderte Seefeldt den verblüfft dreinschauenden Strehse auf, sich auf den Waldboden zu legen. Dem wurde plötzlich angst und bange. Aber Seefeldt wußte zu beruhigen und versprach Strehse, daß er ihm nichts antut. Nachdem sich der Junge, immer noch stark misstrauisch, hingelegt hatte, legte sich Seefeldt daneben, öffnete den Hosenschlitz seines neuen Opfers und holte dessen Geschlechtsteil heraus. Das nahm er in den Mund und onanierte eine Weile daran. Nun forderte er Günther Strehse auf, auch sein (Seefeldts) Geschlechtsteil herauszuholen, es zu reiben, in den Mund zu nehmen und daran herumzulutschen, bis Samen käme. Strehse erfüllte die Forderung. Es dauerte auch gar nicht lange und Seefeldt hatte seinen gewünschten Samenerguß. Den Samen spukte der Junge anschließend angeekelt aus.
Dicht aneinandergeschmiegt verbrachten beide unter dem gleichen Mantel diese Nacht in der Schonung. Am nächsten Morgen schlug Seefeldt Strehse vor, doch mit ihm zu wandern, wobei er ihm Arbeit und einen ordentlichen Verdienst versprach. Diese Argumente überzeugten Strehse und er willigte ein.
Aus den Aufzeichnungen geht hervor, daß er Seefeldt in der Zeit vom 6.Juli bis zum 27.September 1933 auf seinen Wanderungen begleitet hat, wobei sie ihre Route von Ludwigslust, Geesthacht, Wandsbek, Gadebusch, Blankenberg, Wismar, Lübeck, Hamburg, Lüneburg, Gifhorn, Braunschweig, Bad Harzburg, Magdeburg, Brandenburg an der Havel, Neustrelitz, Waren a. d. Müritz, Wismar nach Lübeck führte. Hier angekommen trennte sich Günther Strehse von Seefeldt am 27.September 1933 wieder.
Vergleicht man Seefeldts Eintragungen in seinem Tagebuch für den Zeitraum 6.Juli bis 27.September 1933, so ergeben sich leicht die durchwanderten Orte und die jeweiligen Übernachtungen. In 84 Tagen haben beide nur fünfmal in einem Haus übernachtet, ansonsten verbrachten sie alle übrigen Nächte im Freien. Dabei schliefen sie meistens in dichten Schonungen oder in Kornfeldern. Seefeldt kannte sich in den Wäldern Norddeutschlands sehr gut aus und so wußte er meistens, wo eine für ihn „attraktive“, blickdichte Schonung in der Nähe war, in der er mit Strehse übernachten konnte. Als Unterlage diente ihm stets Papier.
In dem o.g. Zeitraum führte Seefeldt an Günther Strehse circa 60 bis 70 mal unzüchtige Handlungen aus, die stets im gleichen Werdegang abliefen. Erst legten sich beide hin, dann öffnete Seefeldt bei Strehse die Hose, holte das Geschlechtsteil heraus und rieb daran. Anschließend mußte der Junge bei Seefeldt das Geschlechtsteil hervorholen, eine Weile daran reiben, schließlich in den Mund nehmen und so lange daran herumlutschen, bis Seefeldt seinen gewünschten Samenerguß hatte. Obwohl der Junge den Samen jedes Mal verschlucken sollte, spuckte der ihn aber immer gleich wieder aus.
Ab und zu kam es auch vor, daß Seefeldt sein Glied und den After von Strehse mit Vaseline bestrich. Meist führte er zuerst sein Glied bei dem Jungen in den After ein, dann erfolgte das Gleiche umgekehrt. Bei Seefeldt müssen beide Varianten zur höchsten sexuellen Befriedigung geführt haben, da er Strehse bereits oft, nur nach einer kurzen Pause, zur Wiederholung des Afterverkehrs zu animieren versuchte. Ob Günter Strehse an dieser Art des Sexualverkehrs besondere Freude hatte, oder ob er sich manchmal dagegen gewehrt hat, ist aus den Akten nicht ersichtlich. (Trotzdem sei hier noch auf den ähnlichen Fall Lukas verwiesen).
Ab und zu hatte Strehse die Nase gestrichen voll von den täglich mehrmaligen sexuellen Annäherungsversuchen des Seefeldt. Dann mußte er die wüstesten Beschimpfungen und Drohungen über sich ergehen lassen. Seefeldt war in solchen Situationen jedes Mittel recht, um sein ständiges sexuelles Verlangen bei dem Jungen durchzusetzen.
Einmal drohte er Strehse damit, daß er ihn von einem Gendarmen verhaften und mitnehmen lassen werde. Schließlich wußte er ja ganz genau, daß der Junge furchtbare Angst davor hatte, wenn man ihn zu seinen Eltern zurückbringen würde.
Im Laufe der Zeit kam es zwischen den beiden zu immer häufigeren Streitigkeiten, bis sich Strehse eines Tages weigerte, mit Seefeldt überhaupt noch weiterzuwandern.
Nach einem solchen Zank griff Seefeldt in seine Werkzeugtasche, holt ein Stück seines Werkzeugs heraus und knallte es Strehse in den Rücken. Diese hinterhältige Attacke kommentierte Seefeldt mit den herablassenden Worten, daß er (Strehse) jetzt nicht mehr leben würde, wenn er nur besser getroffen hätte. Günther Strehse verbiß den Schmerz und wanderte weiter mit Seefeldt durch die Landschaft.
Sicherlich, so wissen die Akten zu berichten, hatte er auch Angst vor Seefeldts Griffen (z.B. mit zwei Fingern fest in die Augen eines Gegners fassen). daß er diese und ähnliche schmerzhafte Grifftechnik beherrschen würde, rühmte sich Seefeldt wiederholt.
Am 27.September trennten sie sich im gegenseitigen Einvernehmen. Vorher gingen beide aber noch zum Lübecker Arbeitsamt, um Strehse eine Arbeitsstelle zu beschaffen. Seefeldt stellte Günter Strehse dort als seinen arbeitsuchenden Neffen vor. Während sich die Beamten mit Strehse beschäftigten, verschwand Seefeldt still und heimlich aus dem Gebäude.
Das Arbeitsamt in Lübeck informierte jedoch das Jugendamt, welches Günther Strehse bis zum 25. Februar 1934 in einem Wanderheim einquartierte. An diesem Tag führte man ihn seinen Eltern in Berlin Neukölln wieder zu.
Bevor sich beide in Lübeck einvernehmlich getrennt hatten, vereinbarten sie, sich öfters postlagernd nach Lübeck zu schreiben.
In einem Brief schreibt Adolf Seefeldt unter anderem:
„Mein treuer Sohn Günther!
Mein innigst geliebter Junge, zweimal war ich in Lübeck, konnte dich nicht finden. Dreimal in Fahrbinde (bei Ludwigslust), um deinen Brief zu haben. Als ich dich in Lübeck suchte, hatte ich für dich 45 Mark aufbewahrt, mein treuer Sohn Günther war nicht zu finden. Ich komme noch oder vor Neujahr zu dir, dann können wir mündlich über alles andere sprechen. Gott möge dich behüten, daß dir kein Leid geschieht. Ich werde dich nie verlassen, mein treuer Sohn Günther. Gott wird uns Kraft geben, zu tun und zu lassen, wie Gott es bestimmt. Deine Eltern sind keine liebenden Eltern. Gott hat uns zusammengeführt, glaube, Gott verläßt uns auch später nicht. Ich verlasse dich nicht mein treuer Sohn Günther. Bleibe im Wanderheim, wenn es geht. Später können wir immer weiter miteinander küssen, nicht wahr mein treuer Sohn Günther. Ja, ja, die Uhr, welche du haben möchtest, habe ich schon lange in meiner Tasche und du sollst sie haben, sollst sie in Ehre tragen. Tausend Küsse von deinem treuen Wohltäter zu Wasser und zu Lande. Fröhliches Weihnachtsfest und Neujahr. Dein Wohltäter fürs ganze Leben.“
Dem Anschein nach hatte es Seefeldt außerordentlich gut verstanden, Günter Strehse in seinen Bann zu ziehen, denn dieser schreibt Seefeldt am 13.Januar 1933 einen Brief, der mit den Sätzen endet: „Gott wird mich erhalten und dich auch, lieber Vati. Dein innigst geliebter Sohn Günther."
In der Zeit, als sich Strehse im Lübecker Wanderheim aufhielt, traf er sich des Öfteren an der Lübecker Untertrave mit Seefeldt.
3. Der Fall - Wilhelm Schmidt in Schwerin.
Im Winter 1929/1930 war der Schüler Wilhelm Schmidt 14 Jahre alt. An einem Wintertag (der Tag ist aktenmäßig nicht erfasst), machte sich Schmidt auf den Weg zum Schweriner Schloßgarten, um dort auf dem Kreuzkanal die Festigkeit des Eises zu prüfen. Er trat deshalb mit einem Fuß auf das Eis und versuchte es herunterzudrücken. Doch plötzlich wurde er von einem älteren Mann am Arm festgehalten. „Soll ich dich mal reinstoßen?" Erschrocken verneinende Wilhelm Schmidt die Frage, worauf der Fremde den Arm los und ihn die Festigkeit des Eises prüfen ließ.
In diesem Moment gesellte sich noch der Schüler Herbert Jürges, 15 Jahre alt zu den beiden am Ufer Stehenden. Nach einer kurzen Unterhaltung am Kreuzkanal liefen sie alle drei spazierend in Richtung Schloßgarten. Seefeldt hatte nun zwei Zuhörer gefunden und sofort gingen die Fantastereien wieder mit ihm durch. Zuerst erzählte er den beiden ein paar Spukgeschichten. Etwas später prahlte er mit seinen außergewöhnlichen Fähigkeiten. So könne er z.B. Krankheiten heilen, aber auch Tiere krankmachen, einen Tisch tanzen lassen und viele weitere wundersame Dinge vollbringen. Gespannt lauschten beide Jungen den Erzählungen des Alten.
Einige Zeit später trennte man sich, aber ohne eine weitere Verabredung zu vereinbaren.
Wie es der Zufall so will, lief Schmidt am nächsten Tag Seefeldt am Totendamm direkt in die Arme, von dem er natürlich sofort gefragt wurde, ob er jetzt Zeit hätte, da er im Schloßgarten Kokosflocken versteckt habe. Die möchte er ihm schenkten. „Erst wenn ich alle Besorgungen für meine Mutter erledigt habe, kann ich mit in den Schloßgarten", entgegnete Schmidt.
Nach einer Weile traf man sich wieder und Seefeldt lief mit dem Jungen in die Nähe des Siegfrieddenkmals, denn dort hatte er die Kokosflocken unter einem Busch versteckt (Seefeldt ließ sich, nur um seine sexuellen Ziele zu erreichen, immer mehr neue Albernheiten einfallen, um Knaben zu imponieren und sie anzulocken), die er nun Schmidt schenkte. Der aß alle sofort auf.
Vom Siegfrieddenkmal aus ging es unter Seefeldts Führung am Püsserkrug vorbei, den Haselholzweg entlang direkt ins Buchholz hinein. An einer dichten Kiefernschonung angekommen erklärte Seefeldt dem Jungen, daß hier ein Schatz vergraben sei. Schmidt wollte sofort damit beginnen ihn zu suchen, aber Seefeldt gebot ihm Einhalt: „Jetzt noch nicht", mahnte er den Jungen und begann ihn zu umarmen. Doch der wehrte sich, ob der ungewollten, überfallartigen Liebkosung des alten Mannes energisch, machte sich frei von der Umarmung, drehte sich um und ging nachhause.
Doch so leicht ließ sich Seefeldt nun auch wieder nicht abschütteln. Er begleitete Schmidt noch bis in die Stadt und schaffte es den Jungen zu einer Verabredung für den nächsten oder übernächsten Tag zu gewinnen.
Er beabsichtigte in einigen Tagen nach Görres und Krebsförden zu gehen, um eventuell Uhrenreparaturen durchführen zu können. Schmidt sollte ihm dabei Gesellschaft leisten, was dieser auch tat und wurde überall als mitgekommener Neffe ausgegeben. Als sich beide auf dem Rückweg von Krebsförden befanden, stellte Seefeldt urplötzlich fest, daß sie noch viel Zeit hätten und eigentlich noch spazieren gehen könnten. Daraufhin gingen beide direkt ins Buchholz in eine dichte Kiefernschonung der Krebsförder Tannen, etwas nördlich des Plater Weges.
Was sie dort eigentlich wollten, wußte Schmidt auch nicht, denn sie hatten vorab nicht darüber gesprochen. Trotzdem folgte er dem alten Seefeldt bedenkenlos.
In der Schonung angekommen drückte Seefeldt dem Knaben 50 Pfennige in die Hand, umfasste und küsste ihn leidenschaftlich. Anschließend setzte er den Jungen auf den Waldboden, holte aus seiner inzwischen geöffneten Hose sein Geschlechtsteil hervor und onanierte bis er den Höhepunkt erreicht hatte. Im selben Augenblick verlangte er von Schmidt, daß dieser den hervorquellenden Samen mit dem Mund aufnehmen solle um ihn anschließend herunterzuschlucken.
Schmidt fing den Samen auch mit dem Mund auf, spuckte ihn aber sofort wieder in hohem Bogen aus. Damit sich Schmidt einen anderen Geschmack im Mund verschaffen konnte, gab ihm Seefeldt einen scharfen Bonbon (Drops).
Mittlerweile gab es auch keinen weiteren Grund, in dieser Schonung länger zu verweilen. Sie erhoben sich und liefen gemeinsam in Richtung Schlossgarten. Dort kramte Seefeldt seine Bürste hervor (die trug er ja stets bei sich) und reinigte sich und dem Knaben zunächst erst einmal die Schuhe, denn schließlich sollten beide nicht durch übermäßig schmutziges Schuhwerk auffallen.
Diese Vorgehensweise hat Seefeldt auch in allen weiteren Fällen angewandt.
Im darauf folgenden Zeitraum trifft sich Seefeldt immer wieder mit Wilhelm Schmidt. Während dieser Zeit kommt es ungefähr 8-10 Mal zu unzüchtigen Handlungen, welche immer wieder an derselben Stelle in der Schonung im Buchholz stattfanden (Vergleiche - Fall Eutin).
Fast in allen Fällen verliefen die unzüchtigen Handlungen nach dem gleichen Schema ab. Seefeldt onanierte bis zum Samenerguss, dann musste Schmidt den Samen mit dem Mund einfangen. Eigentlich sollte er ihn jedes Mal verschlucken, aber der Junge spuckte ihn stets wieder aus. Hinterher beschäftigte sich Seefeldt mit Schmidts Geschlechtsteil, holte es aus dessen Hose, rieb daran herum, nahm es in den Mund und lutschte lange daran herum. Trotzdem soll es zu einem Samenerguss bei Schmidt nie gekommen sein.
Als Schmidt konfirmiert wurde, erhielt er von Seefeldt einen Brief (datiert - 18.3.1930), welcher zwei selbst verfasste Gedichte enthielt. Die letzte Strophe des zweiten Gedichtes sind gleichlautend der an Siee (Fall 2) gerichteten.
„Mutterhut, meint es so gut.
Geh nicht, solange sie Dich schirmen mag.
Ach, es endet eins der schönste Tag."
Am Ostersonntag 1930 wanderte Seefeldt durch die verlängerte Kaiser-Wilhelm-Straße, als er zufällig auf Wilhelm Schmidt traf. Er schenkte dem Jungen drei Reichsmark und beide gingen, man hätte den Eindruck gewinnen können es wäre abgesprochen gewesen, ohne Umschweife direkt ins Buchholz hinein, nur diesmal etwas tiefer zu einer neuen Stelle.
Nachdem sie angekommen waren zog Seefeldt dem Schmidt die Hose herunter und drückte ihm sein Geschlechtsteil in den After, was dem Jungen große Schmerzen bereitete und er laut zu wimmern anfing. Hierauf ließ Seefeldt von Schmidt ab, beide verließen die Schonung und traten den Rückweg an.
Einige Tage nach dem Osterfest 1930 stand Seefeldt wartend in der Nähe der Schule (Schule - Amtsstraße). Als Schmidt zum Schulschluß herauskam, um nach Hause zu gehen, hielt er ihn mit der Aufforderung an, doch am Nachmittag mit ihm ins Buchholz zu kommen. Er würde ihm dort einen Schatz zeigen. Gleichzeitig möchte er gerne sehen, ob er (Wilhelm Schmidt) in der Lage sei Diamanten von Glas zu unterscheiden. Aus dieser Schatzpräsentation wurde aber nichts. Schmidt hatte aber diesmal keine Zeit, um wieder mit Seefeldt ins Buchholz zu gehen. Vielleicht wollte er auch gar nicht mehr, denn von diesem Zeitpunkt an haben sich beide nicht mehr getroffen.
Wilhelm Schmidt bekam von Seefeldt in der Zeit der Bekanntschaft pro Aufenthalt im Buchholz eine Reichsmark, mit Ausnahme des letzten Aufenthalts für den er drei Reichsmark erhielt. Außerdem schenkte ihm Seefeldt eine Pfeife und Tabak, eine Uhr sowie Bonbons und Kokosflocken.
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4. Der Fall - Edgar Casper in Lenzen a.E.
Am 25. November 1934, einem Sonntag, schlenderte der Schüler Edgar Casper die Kellerstraße in Lenzen (Elbe) entlang, als ihn ein ihm völlig unbekannter alter Mann, der einen Rucksack auf dem Rücken trug und eine Bohrmaschine in der Hand hielt, ansprach.
Seefeldt, der in den letzten Novembertagen des Jahres 1934 auf seinen Wanderungen durch Lenzen an der Elbe gekommen war, kam diese zufällige Begegnung mit dem 14 jährigen Jungen (Edgar Casper wurde am 20. Juli 1920 Lenzen geboren) gerade recht. Schließlich war er ständig auf der Suche nach willfährigen Opfern. So trat er also an Casper heran und bat ihn, er möge doch für ihn zum Bahnhof gehen. Möglicherweise würde er dort einen Jungen antreffen, der zufällig seine Brieftasche gefunden hätte.
Casper tat ihm den Gefallen und ging zum Bahnhof, doch Seefeldt lief dem Jungen unauffällig nach. Als sich beide mit einem Mal auf dem Bahnhof begegneten, stellt Seefeldt zur Ablenkung fest, daß er (Casper) wohl keinen Jungen getroffen hätte. Sicherlich hätte dieser Junge die Brieftasche samt 50,- Reichsmark Inhalt gefunden, eingesteckt und behalten.
Allerdings könne er sie auch auf dem Weg nach Lenzen verloren haben. Seefeldt versprach dem Jungen eine tolle Belohnung, wenn er bei der Suche zur Verfügung stehen und sie die Brieftasche tatsächlich finden würden. Edgar Casper willigte ein und beide liefen aus Lenzen hinaus auf einem Weg, welcher neben der Chaussee zum Hechtfurtgraben führt, bis hinter die Brücke, die über den Hechtsfurtgraben verläuft, direkt auf eine Kiefernschonung zu. Unterwegs verwickelte Seefeldt wie üblich seinen Begleiter in allerlei Gespräche. Das konnte er ja besonders gut. Darin war er ein großer Meister.
Hauptsächlich stellte er sich, seinen Fähigkeiten und seine Besitztümer in den Mittelpunkt seiner Reden, um Knaben zu begeistern. Diesmal erzählte er Edgar Casper, daß er einen Fotoapparat besitze und sehr viel fotografiere. Auch Laubsägen, eine Bohrmaschine und einen kleinen Schraubstock besitze er.
An der Kiefernschonung angekommen, deutete Seefeldt auf eine besonders dichte Stelle und benennt sie als Ort, an dem er gefrühstückt hatte. Während beide die Schonung betraten und ihnen die Zweige ins Gesicht schlagen, lässt Casper misstrauisch wissen, daß man in diesem Gestrüpp die Brieftasche doch niemals finden würden.
Sofort sieht Seefeldt sein eigentliches Ziel in Gefahr, was ihn umgehend zu der Bemerkung veranlaßt, wenn er (Casper) sein Freund werden wolle, müsste er beim Suchen mithelfen, erst dann werde er ihm auch den Fotoapparat zeigen bzw. schenken.
Bereits nach einem kurzen Stück durch die dichten Kiefern öffnete sich die Schonung und eine moosbewachsene Stelle wurde sichtbar. Hier nahm Seefeldt seinen Rucksack vom Rücken herunter und holte daraus einen Schraubstock, eine Laubsäge sowie den Fotoapparat hervor, an dem er zweimal knipste.
Casper, inzwischen neugierig auf weitere Sachen im Rucksack geworden, bekam von Seefeldt die barsche Information, daß ihn der Inhalt des Rucksacks nichts anginge. Aber wenn er sein Freund sein wolle, werde er ihm die Bohrmaschine schenken. Die habe er schon immer an einem Baum zertrümmern wollen, da sie einfach zu schwer sei.
Seefeldt hielt den Zeitpunkt nun für gekommen Edgar Casper zu befragen, ob er schon einmal an seinem Geschlechtsteil gespielt und gerieben habe, oder ob er es schon einmal gemeinsam mit Freunden gemacht habe. Casper verneinte, aber Seefeldt drängte darauf, daß Sie es ruhig einmal machen und sich amüsieren sollten, den: „Das sei doch so schön".
Als sich Edgar Casper plötzlich niederkniete um sich, trotz Verbotes, den Inhalt des Rucksacks zu betrachten, schob Seefeldt ihm „fürsorglich" einen Bogen Papier unter, damit er sich nicht „erkälte". Er ließ den Jungen einen Augenblick in dieser Betrachtungshaltung, forderte ihn dann aber auf, wieder aufzustehen und ihn zu küssen.
Das tat der Knabe aber nicht. Stattdessen bekam Casper fürchterliche Angst und ihm wurde plötzlich ganz schlecht. Um nicht umzufallen, hielt er sich an zwei Zweigen fest. Diese hilflose Situation nutzte Seefeldt sofort aus und er verpaßte dem Jungen plötzlich einen Stoß, sodaß der auf den Rücken fiel. Dann schwang er sich über den Körper des am Boden Liegenden, und zwar so, daß er kniend sein Geschlechtsteil Casper in den Mund stoßen konnte.
Der Junge lag völlig wehrlos und schlaff auf dem Boden, konnte sich kaum regen und musste sich alles gefallen lassen. An eine Flucht war gar nicht zu denken, zumal ihn Seefeldt zusätzlich bedrohte und ihm begreiflich machte: „Ich habe dich doch gleich wieder am Arsch, wenn du ausrückst."
Es dauerte auch gar nicht lange und Seefeldt kam zum Samenerguss. Das Edgar Casper der Meinung war, der alte Mann hätte ihm in den Mund uriniert, dürfte falsch sein. Es wird sich wohl um Seefeldts Samen gehandelt haben.
Nachdem Seefeldt seine Befriedigung gefunden hatte stieg er von dem Knaben herunter. Der war inzwischen wieder bei sich und es ging ihm etwas besser. Er richtete seinen Oberkörper auf und wollte sich in sitzender Haltung den Mund säubern. Aber Seefeldt war schneller. Der zog seinerseits ein Taschentuch aus der Manteltasche und wischte Casper damit mehrmals über den Mund.
Der eigentümliche Geruch, der von diesem Taschentuch verströmt wurde, war, nach Aussage Edgar Caspers, nicht unangenehm.
Anmerkung: |
Nachdem Seefeldt den Mund des Jungen gesäubert hatte, versuchte er ihn abzuküssen. Der jedoch weigerte sich hartnäckig und versuchte aufzustehen.
Als Casper anfing plötzlich um Hilfe zu rufen bekam er von Seefeldt eine schallende Ohrfeige. Eine zweite Ohrfeige erhielt der Knabe obendrauf, weil er, um Seefeldt abzuwehren (der hatte das Geschlechtsteil des Jungen urplötzlich herausgeholt, in den Mund genommen und daran gelutscht), diesen kräftig in den Finger gebissen hatte.
Mittlerweile war es schon fast dunkel geworden. Seefeldt entließ den Jungen nach Hause. Er ging ihm aber hinterher und begleitete ihn bis zur Stadtgrenze. Zwischendurch trafen beide außerhalb der Stadt auf einige Bekannte des Jungen, aber der stand noch so unter dem Eindruck des soeben Erlebten und war derart verängstigt, daß er, wie er sich später ausdrückte, gar nicht in der Lage war, diese Leute um Hilfe zu bitten.
Der Rückweg in die Stadt wurde für Edgar Casper ein Weg der Versprechungen. Seefeldt unternahm alles um den Jungen einzuwickeln und zum Stillschweigen zu veranlassen. Niemandem sollte er, weder seinen Eltern, noch seinen Freunden oder Bekannten, von diesem Treffen mit ihm erzählen. Das sollte ihr Geheimnis bleiben. Dafür wolle er ihn auch reichlich beschenken. Casper sollte für sein Schweigen einen Fotoapparat und einen Füllfederhalter erhalten, wenn sie sich wieder treffen würden. Über die Herkunft der Geschenke sollte der Junge ausweichende Antworten geben, also lügen und den Schenker keinesfalls nennen.
Kurz bevor beide am Stadtrand (Nähe der Brauerei Schack) angelangt waren, verabschiedete sich Seefeldt mit der Begründung, er müsse ganz dringend austreten. Dann verschwand er auf einem Seitenweg. Vorher gab er Edgar Casper aber noch die Hand, wobei er diesen Handschlag als Ehrenwort verstanden wissen wollte. Letztendlich drängte er den Jungen noch dazu, ihn zum Abschied zu küssen und „Onkel" und „Du" zu ihm zu sagen, bevor er sich endgültig aus dem Staub machte.
5. Der Fall - Günther Paschen in Schwerin
Das Jahr 1934 neigte sich langsam dem Ende zu. Am Tag vor "Heilig Abend" veranstaltete die Winterhilfe in den Germania-Sälen in der Schweriner Baderstraße eine Weihnachtsfeier, zu der auch der zwölfjährige Schüler Günther Paschen eingeladen war. Auf dem Weg dorthin wurde er an der Ecke Salzstraße-Baderstraße von Seefeldt angesprochen und gefragt, ob er zu den Germania-Sälen wolle. Das bejahte der Junge, worauf ihm Seefeldt viel Vergnügen wünschte und weiterging.
Anfang Februar 1935 spazierte an einen Sonntagvormittag Günther Paschen durch die Martinstraße. Vor einem der Schaufenster blieb er plötzlich stehen, um die Auslagen zu betrachten die sein Interesse geweckt hatten, als sich mit einem Mal Seefeldt daneben stellte. Es ist anzunehmen, daß er Paschen wiedererkannt hatte, denn er begann sofort den Jungen auszufragen, wohin er denn wolle und ob er Zeit hätte. Er solle lieber mit ihm kommen, denn die Schaufenster hätte er doch bestimmt schon alle gesehen. Stattdessen sollten sie sich lieber die Kinos anschauen.
Paschen war einverstanden und so gingen beide zu den „Residenzlichtspielen“ und zum „Palast-Kino“. Anschließend direkt über die Straße zum Schaufenster des Uhrmachers Tesch, wo Seefeldt den Jungen aufforderte sich eine Uhr auszusuchen, was Günther Paschen auch tat, weil er (Seefeldt) ihm diese gern schenken möchte.
Leider hatte das Geschäft am Sonntagvormittag geschlossen und beide liefen weiter zur Wladimirstraße, wo sich der Junge im Schaufenster eines Spielwarengeschäftes SA-Männer aussuchen durfte. Leider hatte auch dieses Geschäft am Sonntagvormittag geschlossen, sodass Günther Paschen keines der versprochene Geschenk erhielt.
Da Seefeldt nicht in der Stadt spazieren wollte, weil ihn alle angeblich immer so komisch anschauten, ging er mit dem Jungen zum „Alten Garten“. Hier angekommen verabredeten sie sich auf nachmittags 15 Uhr zum Marstall.
Beide treffen pünktlich am vereinbarten Ort ein und laufen dann über den „Alten Garten“ am Schloss vorbei durch den hinteren Eingang in den Burggarten bis zur Steingrotte am See. Hier macht Seefeldt dem Jungen das Angebot, sich zu küssen. Dabei wolle er Günther Paschen in den Mund spucken und dann einen Spruch aufsagen, womit zwischen beiden eine treue Freundschaft hergestellt würde.
Da aber ständig Besucher auftauchten und störten, kam es nicht zum Küssen. Deshalb kehrten sie dem Burggarten den Rücken und gingen durch den vorderen Teil des Schlossgartens wieder zum „Alten Garten“ zurück. Dort schenkte Seefeldt dem Jungen 50 Pfennige. Dafür sollte er ins Kino gehen. Bevor er Günther Paschen entließ versuchte er natürlich noch in Erfahrung zu bringen, ob der Vater des Jungen arbeitslos wäre und ob Paschen überhaupt Taschengeld bekäme.
Taschengeld erhalte er sehr wenig und dieses spare er sich auf, antwortete der Junge, worauf Seefeldt gönnerhaft ankündigte: „Dann bekommst du von mir Taschengeld."
Paschen erzählte Seefeldt noch, daß er sonntags immer im „Alten Garten“ spiele. Dann verabschiedeten sie sich ohne eine weitere Verabredung.
Eine Woche später, am Sonntag im 10. Februar 1935, tauchte Seefeldt gegen 15 Uhr im „Alten Garten“ auf, wo er Paschen auch antraf. Seefeldt hatte Kokosflocken mitgebracht, die er Günther Paschen schenkte. Der nahm sie, steckte sie in die Tasche und dann liefen beide durch den Schlossgarten, am „Faulen See“ entlang quer durch den Wald bis an den „Schweriner See“. Anschließend weiter durch den Franzosenweg direkt hin zum Burggarten.
Auf diesem langen Weg verstand es Seefeldt vortrefflich das Gespräch auf unzüchtige Sachen zu bringen. Unter anderem erkundigte er sich bei Paschen, ob er sich schon einmal das Geschlechtsteil seiner Schwester angeschaut hätte. Ansonsten müsste er es nachts heimlich tun, wenn seine Schwester fest schliefe. Er versprach dem Jungen ihm ein Gesundheitsbuch mitzubringen. Dort stände genau beschrieben, wie Kinder gemacht und sich entwickeln würden.
Als sie endlich im Burggarten angekommen waren zerrte Seefeldt Paschen in ein Gebüsch einer Ecke der Steingrotte am See, küsste ihn innigst, knöpfte ihm die Hose auf, holte das Geschlechtsteil heraus und zog daran. Nun holte er sein Glied hervor, welches der Junge in die Hand nehmen sollte um es sich anschließend in den Mund zu schieben und dabei zu lutschen. Das würde sehr viel Spaß machen.
Doch Paschen weigerte sich das Geschlechtsteil zwischen die Lippen zu nehmen und wollte gerade anfangen zu schreien, als Seefeldt ihm den Mund zuhielt und mit Schlägen droht. Der Junge ließ sich jedoch nicht einschüchtern und blieb bei seiner Weigerung.
Seefeldt beobachtete mit Unbehagen das immer wieder Publikum in der Nähe des Burggartens verkehrte. Das nahm er zum Anlass von diesem Ort schnellstmöglich mit dem Jungen zu verschwinden. Auf dem Heimweg erzählte er Günther Paschen noch, daß er in der Werderstraße wohne und er könne ihn ruhig „Onkel Adi" nennen. Als sie am „Alten Garten“ angekommen waren trennten sie sich und wollten sich erst am kommenden Sonntag am Theater wieder treffen.
An dem festgelegten Sonntag trafen sich beide zur vereinbarten Zeit am Theater. Sofort informierte Seefeldt den Jungen darüber, daß er einen Rucksack im Buchholz versteckt hätte und er ihm doch beim Tragen helfen sollte.
Außerdem hätte er in einer Blechdose 500 Reichsmark versteckt. Die wolle er ihm schenken. Zudem hätte er eine Postkarte und eine Bleifeder mit, die Paschen benutzen sollte, um im Buchholz einen Brief an Adolf Hitler zu schreiben. Den Inhalt dieses Briefes wollte er ihm im Buchholz diktieren, da es sich um die Kommunistische Partei handele.
Kurze Zeit später machten sich beide auf den Weg zum Buchholz. Wieder über den „Alten Garten“, vorbei am Schloss, dann durch den Schlossgarten, schließlich am Schweizerhaus und Püsserkrug vorüber, die Haselholzstraße entlang und liefen dort, wo am Nordrande des Buchholzes das einzelne Haus steht, in das Buchholz hinein.
Ohne eine weitere Erklärung, nur mit den Worten: “Hier hast du den Apparat, den ich dir schon immer versprochen habe", schenkte Seefeldt dem Jungen unterwegs einen Fotoapparat.
Im Wald angekommen betraten sie zunächst den nach rechts führenden Promenadenweg, um dann rechts kurz vor einer kleinen Wiese links ab in die Krebsförder Tannen einzubiegen. Hier benutzten beide eine durch die dichte Kiefernschonung führende Schneise. In dieser, nördlich des Plater Weges liegenden Schonung, erklärte Seefeldt dem Jungen, läge sein Rucksack versteckt.
Nachdem beide endlich an der Stelle angekommen waren, kostete es Seefeldt erhebliche Mühe seinen deponierten Rucksack überhaupt wiederzufinden, denn diesen hatte er unmittelbar an einer Kiefer unter dichtem Moos so gut verborgen und so gut getarnt, daß es aussah, als wenn das Moos ganz natürlich über den Rucksack gewachsen wäre.
Hier in der dichten Schonung fühlte sich Seefeldt unbeobachtet und absolut sicher. Er knöpfte Günther Paschen rasch die Hose auf, griff nach dem Geschlechtsteil, holte es heraus und lutschte daran. Aber auch dieses Mal weigerte sich der Junge, worauf ihm Seefeldt erneut mit Schlägen drohte. Doch Paschen blieb standhaft und weigerte sich weiterhin Seefeldts Wünsche zu erfüllen.
Der packte nun, mittlerweile stark verärgert, den Kopf des Jungen und presste sein Geschlechtsteil in dessen Mund. Dabei hielt er den Kopf über einen längeren Zeitraum so fest, daß Paschen keine Möglichkeit mehr hatte auszuweichen und er das Geschlechtsteil im Munde behalten musste.
Doch plötzlich fiel irgendwo ein Schuss. Seefeldt, zu Tode erschrocken, lies augenblicklich von Günther Paschen ab. Allerdings hatte er die erhoffte Befriedigung noch nicht erreicht, war jedoch hochgradig erregt. Er kniete sich deshalb schnell auf den Waldboden nahm sein Geschlechtsteil in die Hand und onanierte so lange bis endlich der befreiende Samenerguss erfolgte.
Nun war er befriedigt. Er stand auf, schnallte sich sein Rucksack über und ging denselben Weg mit dem Jungen wieder zurück.
Sie hatten die Schonung noch nicht ganz verlassen, als Paschen von Seefeldt 1,- Reichsmark erhielt und zwar für das, was sie soeben gemacht hätten. Versprochen hatte ihm Seefeldt vorher 5,- Reichsmark, wenn er das Geschlechtsteil mindestens 5 Minuten im Mund behielte, daran lutschte und anschließend den Schleim verschlucken würde.
Als beide den Püsserkrug erreichten, fiel Günther Paschen ein, daß er ja noch zum Arzt müsse, da er ein Geschwür unter der Nase habe. Das kam Seefeldt gerade recht. Augenblicklich gab er dem Jungen den Rat, nur schnell vorauszulaufen damit er ja noch rechtzeitig hinkäme.
Ausgehend von dieser Äußerung des Günther Paschen kann sich dieser Vorgang nicht an einem Sonntag, sondern nur an einem Werktag ereignet haben.
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6. Der Fall - Erich Jahn in Schwerin-Görries.
Am 4. Februar 1935 durchstreifte Seefeldt wieder einmal Schwerin, als er zufällig den Arbeiter Hans Angerstein auf der Straße traf. Mit Angerstein und dessen Ehefrau hatte er vor Jahren auf seiner Wanderschaft in Neustadt-Glewe Bekanntschaft geschlossen.
Diesem klagte er nun seine Not, was Angerstein zum Anlass nahm Seefeldt eine zeitlich begrenzte Unterkunft in seiner Wohnung anzubieten. Das Angebot nutzte er vom 4. bis zum 15., vom 23. bis zum 24. Februar, vom 4. bis zum 6. März und vom 13. bis 18. März 1935.
Anfangs schlief Seefeldt noch auf einem Sofa im Schlafzimmer der Eheleute Angerstein, denn in einem zweiten Bett lag der 13 Jahre alte Schüler Erich Jahn, der uneheliche Sohn der Frau Angerstein, zusammen mit einem Bekannten von Angerstein, einem Zementierer namens Hermann David. Nachdem David bei den Angersteins ausgezogen war und Schwerin verlassen hatte, bekam Seefeldt die ehemalige Schlafstelle des Zementierers.
Bereits in der ersten Nacht, als er mit Erich Jahn in einem Bett schlief, griff er diesem an das Geschlechtsteil und zog daran, nahm anschließend dessen Hand und führte sie an sein Geschlechtsteil.
Am nächsten Morgen erwachte der Junge bereits in aller Frühe dadurch, weil Seefeldt unentwegt an seinem Geschlechtsteil herumzerrte. Keinen Abend und keine Nacht ließ er von dem Knaben ab, sondern wurde von Mal zu Mal zudringlicher, sodass Jahn fast um seine Nachtruhe gebracht wurde.
Das allein genügte Seefeldt aber noch nicht zur Lustbefriedigung und so verlangte er, der Junge solle sein Geschlechtsteil den Mund nehmen. Jahn weigerte sich aber energisch dies zu tun, was Seefeldt wiederum anstachelte, seinen Willen notfalls mit Gewalt durchzusetzen.
Sobald Seefeldt den Versuch unternahm auf den Jungen Zwang auszuüben, fing dieser an nach seinen Eltern zu rufen. Das war ein Mittel mit schneller Wirkung. Sofort ließ Seefeldt von dem Knaben ab und drängte ihn dazu, still zu sein, was ihm eigenartigerweise auch immer wieder gelang.
Als sich Jahn eines Abends auf die Seite gelegt hatte und langsam einschlief, nutzte Seefeldt diese Gelegenheit und schob dem Knaben sein Geschlechtsteil in den After. Dieser Prozeß wiederholte sich nun fast täglich.
In der letzten Nacht, in der Seefeldt bei Angersteins übernachtete, trieb er es besonders schlimm. Erich Jahn wurde in dieser Nacht mehrmals missbraucht und klagte teilweise über heftige Schmerzen im After, was Seefeldt aber völlig kalt ließ. Schließlich kam er bei jedem Afterverkehr mit dem Jungen zum Samenerguss. Allein das war für ihn entscheidend.
Erich Jahn hatte die gelben Flecke im Bett gesehen, seinen Eltern aber erst nach Seefeldts Fortgang von dessen Treiben erzählt. Denn dieser, so ließ der Junge verlauten, hätte ihn gewarnt. Wenn er etwas seinen Eltern erzählen sollte, käme er in eine Erziehungsanstalt und ihn würde man dann bestrafen.
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Ende vom 4. Kapitel.
Weiter auf der nächsten Seite mit dem 5. Kapitel.




